Sieben Pässe, 700 Kilometer – ein Tag in den Schweizer Alpen

Manchmal muss man sich einfach einen Tag freinehmen.

Genau das habe ich am vergangenen Donnerstag gemacht. Der Plan war, früh zu starten und den Tag für eine ausgedehnte Pässetour zu nutzen. Ein Ziel hatte ich schon länger im Kopf: endlich ein Foto meines Porsche beim legendären Hotel Belvédère am Furkapass.

Die Route sollte allerdings noch einiges mehr bieten.

Brünig → Grimsel → Furka → Oberalp → Julier → Maloja → Splügen → Klausen

Früh am Morgen ging es zunächst über den Brünig Richtung Berner Oberland. Von dort führte die Strecke hinauf auf den Grimselpass und weiter nach Gletsch.

Endlich: Hotel Belvédère

Danach folgte einer der Momente, auf den ich mich besonders gefreut hatte: die Auffahrt zum Furkapass.

Das ehemalige Hotel Belvédère mit seiner markanten Lage direkt an der Passstrasse gehört für mich zu den ikonischen Motiven der Schweizer Alpen. Bei früheren Fahrten hatte sich das passende Foto nie ergeben. Dieses Mal hat es endlich geklappt: Porsche, Furkastrasse und Hotel Belvédère.

Allein dafür hatte sich das frühe Aufstehen schon gelohnt.

Nach dem Fotostopp ging es über den Furka hinunter nach Realp und Andermatt und gleich weiter auf den Oberalppass. Damit wechselte die Tour vom Berner Oberland und der Zentralschweiz langsam nach Graubünden.

Von Graubünden ins Engadin

Über Disentis und Chur führte die Strecke anschliessend Richtung Julierpass. Der Julier gehört für mich zu den Pässen, die hervorragend zu einem Porsche passen: eine vergleichsweise breite Strasse, schnelle und fliessende Kurven und immer wieder eine fantastische hochalpine Kulisse.

Über Silvaplana ging es weiter zum Malojapass und anschliessend hinunter ins Bergell.

Die Fahrt über Maloja ist dabei ein Erlebnis für sich. Besonders die spektakuläre Südrampe mit ihren dicht aufeinanderfolgenden Kehren bietet einen vollkommen anderen Charakter als der schnelle Julier.

Über Italien zum Splügen

Durch das Bergell führte die Strecke weiter nach Chiavenna und damit für einen kurzen Abschnitt nach Italien.

Von dort wartete mit dem Splügenpass der nächste Höhepunkt. Enger, technischer und mit unzähligen Kurven und Kehren ist er das komplette Gegenstück zum Julier. Gerade diese unterschiedlichen Charaktere machen eine solche Pässetour für mich besonders interessant.

Nach der Passhöhe ging es wieder zurück in die Schweiz und hinunter Richtung Thusis.

Eigentlich hätte man es an diesem Punkt durchaus gut sein lassen können.

Aber eben nur eigentlich.

Klausen zum Abschluss

Da noch genügend Zeit und vor allem noch genügend Lust zum Fahren vorhanden waren, bekam die Tour einen weiteren Abschluss:

Über Chur und den Walensee ging es Richtung Glarnerland, über Linthal und den Urnerboden hinauf zum Klausenpass.

Noch einmal ein völlig anderer Charakter: schmaler und technischer als Julier oder Grimsel, eingebettet in eine beeindruckende Landschaft und mit einer Passstrasse, die sich wunderbar an den Berg schmiegt.

Nach dem Klausen führte der Weg über Altdorf und Luzern schliesslich zurück nach Hause.

Ein ziemlich perfekter freier Tag

Am Ende standen rund 700 Kilometer auf dem Tageszähler und eine beeindruckende Reihe Schweizer Alpenpässe:

Brünig – Grimsel – Furka – Oberalp – Julier – Maloja – Splügen – Klausen

Vom frühen Morgen am Grimsel und dem lang ersehnten Foto beim Hotel Belvédère über die schnellen Kurven des Julier bis zu Maloja, Splügen und dem Klausen als Finale: Jeder Abschnitt hatte seinen eigenen Charakter.

Ein langer Tag. Sehr viele Kurven. Sehr viele Eindrücke.

Für mich genau die richtige Art, einen freien Donnerstag zu verbringen.