Eigentlich hatte ich geplant, bereits um 05:00 Uhr loszufahren. Geworden ist es dann 06:00 Uhr – aber das spielte keine grosse Rolle. Vor mir lag ein ganzer Tag auf einigen der schönsten Passstrassen der Alpen, und den wollte ich einfach geniessen.
Die Route:
Wolfgang → Flüela → Ofen → Umbrail → Foscagno → Forcola di Livigno → Bernina → Julier → Klausen
Über den Wolfgangpass ging es zunächst Richtung Davos und anschliessend über den Flüelapass ins Engadin. Von dort weiter über den Ofenpass ins Val Müstair und hinauf auf den Umbrailpass.
Danach führte die Route nach Italien und über den Passo di Foscagno Richtung Livigno. Kurvige Strassen, eindrückliche Landschaften und der GT3 RS – an diesem Tag passte einfach alles zusammen.
Für eine besonders schöne kleine Episode sorgte ein Zwischenstopp in einem Restaurant in Italien. Mein GT3 RS weckte einiges an Interesse und wurde ausgiebig bestaunt. Als ich meinen Kaffee bezahlen wollte, wurde mir erklärt, dass dieser bereits aufs Haus gehe. Ein geschenkter italienischer Kaffee wegen des Autos – das war mir bisher auch noch nicht passiert.
Weiter ging es über die Forcola di Livigno zurück in die Schweiz, über den Berninapass und anschliessend über den Julier. Und weil ein solcher Tag möglichst lange dauern darf, führte die Heimfahrt schliesslich auch noch über den Klausenpass.
Neun Pässe an einem Tag. Rund 720 Kilometer, unzählige Kurven und ständig wechselnde Landschaften. Trotz der langen Strecke fühlte sich der Tag nie nach Kilometer-Abspulen an. Im Gegenteil: Ich habe die Fahrt vom ersten bis zum letzten Pass genossen.
Genau für solche Tage habe ich den GT3 RS gekauft.
Und der Kaffee in Italien? Eine kleine, unerwartete Erinnerung daran, dass manchmal auch das Auto selbst Teil der Reise wird.